„Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“

(Reinhard Turre, deutscher Theologe)

2007 nahm das Julius-Mosen-Gymnasium erstmals zwei Integrationskinder auf. Mittlerweile lernen sechs Integrationskinder mit verschiedenen Behinderungen an unserer Schule.

Was heißt das - ein Integrationskind?

Ein Integrationskind kommt  mit einer Bildungsempfehlung für das Gymnasium zu uns. Jedes Kind hat jedoch  Defizite, die durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden sollen. Dafür werden gemeinsam mit dem Klassenleiter, der Integrationslehrerin, den Fachlehrern und den Eltern Förderpläne zum Ausgleich ihrer Behinderung erstellt. Diese Förderpläne werden halbjährlich überprüft und wenn nötig verändert. Einige Kinder brauchen Hilfestellungen, die der Lehrer nicht leisten kann. In solchen Fällen hilft dem Kind ein/e Schulbegleiter/in,  im Unterricht, in den Pausen und in Förderstunden. Das Kind erbringt trotz seiner Behinderung die Leistungsanforderungen, d.h. der/die Schulbegleiter/in und Pädagogen helfen dem Kind nicht bei der direkten Lösung von Aufgaben sondern zeigen ihm Wege und Strategien auf.

Was sind geeignete Maßnahmen um eine Behinderung auszugleichen?

Zu uns kommt z.B. ein Kind, mit der Behinderung Autismus. Das Kind hat Probleme in der Motorik, es hat Schwierigkeiten bei bestimmten Bewegungsabläufen, Denkprozesse laufen anders ab, bestimmte Wahrnehmungen sind eingeschränkt.

 

Folgende Fördermaßnahmen wären in einem solchen Fall möglich:

 

  • das Kind erhält einen zweiten Lehrbuchsatz
  • bei schriftlichen Arbeiten erhält das Kind eine Arbeitszeitverlängerung oder eine Aufgabenkürzung
  • im Sportunterricht wird das Kind von einer Zweitsportlehrerin betreut, die spezielle Übungen mit dem Kind macht
  • ein/e Schulbegleiter/in begleitet das Kind im Unterricht und hilft bei der Arbeitsorganisation und vielen anderen täglichen Dingen
  • eine Förderstunde erhält das Kind um ein Defizit in Mathematik auszugleichen

Jedes Kind hat andere Defizite, die durch entsprechende Maßnahmen ausgeglichen werden sollen. Diese sind im Förderplan festgelegt und werden ständig überprüft und gegebenenfalls verändert.


Unsere Integrationskinder haben sich gut in unserer Schule eingelebt, was vor allem an der Offenheit und dem Verständnis der Mitschüler und deren Eltern liegt. Unser Kollegium bildet sich ständig fort um dieser schönen, nicht immer einfachen Aufgabe gewachsen zu sein.

Für uns alle ist die Integration an unserer Schule eine große Bereicherung.

Verordnungen und Verwaltungsvorschriften des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus


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Ansprechpartner

Frau Teichmeier

Sprechzeit:
donnerstags, 10.00 - 11.00 Uhr
Lehrerzimmer oder Beratungslehrerzimmer (2. Etage, Ostflügel, Zimmer 315)

Tel.: (+49) 037421 / 22572 (Sekretariat)
Fax: (+49) 037421 / 22580 (Sekretariat)

Email:
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Termine können natürlich auch für die Pausenzeiten, Freistunden und für nachmittags vereinbart werden.
Im Sekretariat können Nachrichten hinterlegt werden um individuelle Termine zu vereinbaren.